Honen mit Xstep und KomTronic

Mit dieser Kombination können Bearbeitungszentren auch zum weggesteuerten Honen eingesetzt werden. Daraus ergeben sich enorme wirtschaftliche und qualitative Vorteile.
Honen ist ein Feinbearbeitungsprozess für die hochgenaue Bearbeitung
von zylindrischen oder leicht unrunden Bohrungen, die optimale Gleiteigenschaften der Oberflächen erfüllen müssen. Hierzu wird der Werkstoff mit beschichteten Leisten abgetragen, wobei die Beschichtung schleifmittelähnliche Eigenschaften hat. Um dies hochgenau zu tun, werden die Honleisten der Xstep® Honwerkzeuge, deren äußere Mantellinien den zu bearbeitenden Zylinder nachbilden, sehr feinfühlig mechanisch ausgesteuert,
um so den Verschleiß der Honleisten und den gewollten Abtrag zu kompensieren. Das Maß für die Zustellung wird durch einen Messschritt nach dem Honen ermittelt (Postprozess-Messung), wobei der Prozess selber immer am gleichen End-Durchmesser abgeschaltet wird und nur der Verschleiß der Honleisten kompensiert werden muss.

 

Die Aussteuergeschwindigkeit muss prozessoptimal hinsichtlich
Oberflächenqualität, Verschleiß und Maßgenauigkeit einstellbar
sein. Dies wird durch die genauen Kleinantriebe, die in
den KomTronic® Antriebseinheiten integriert sind, erreicht.

 

Die rotative Bewegung der Motorwelle wird dabei in eine Zugbewegung zur Einstellung der Honleisten umgesetzt. Die Rundlaufeinstellung der Honleisten ist direkt am Honwerkzeughalter möglich. Die Vorbearbeitung des zu honenden Durchmessers sollte ebenfalls sehr maßgenau sein, um Leerhübe zu vermeiden. Dazu können manuell einstellbare Feinspindelwerkzeuge aus dem  KOMETProgramm eingesetzt werden. Zum Beispiel MicroKom® M040 oder MicroKom® BluFlex™. Soll die Werkzeugeinstellung automatisch erfolgen, kann ein KomTronic® U-Achskopf eingesetzt werden.



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Ihr Plus:


Durch die Anordnung beider Systemteile (Werkzeug und Werkstück) in fester Spannung ergeben sich enorme Vorteile bei der Honbearbeitung auf dem Bearbeitungszentrum:

  • sehr kleines Honaufmass erforderlich, dadurch sehr kurze Bearbeitungs-zeiten
  • auf separate Honmaschinen kann verzichtet werden
  • hochgradig skalierbar auf Produktionsschwankungen durch den Einsatz im Bearbeitungszentrum
  • keine Einschränkungen gegenüber dem schrittmechanisch gesteuerten Honen mit Honmaschine
  • Prozesssteuerung und Verfügbarkeit von hochmodernen Messmitteln ermöglichen eine "100%-Prüfung" der Bauteile
  • keine zusätzlichen Kosten für separate Vorrichtungen und Gelenk-Anschlüsse für den Honprozess

 

 

 

 

Honen einer PKW Pleuelstange, großes Auge

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